Was kostet eine Website? Drei Wege im Vergleich
Bevor es um Zahlen geht, lohnt die Frage, wer die Arbeit macht. Beim Baukasten machst du sie selbst, beim Freelancer eine Person und bei der Agentur ein Team mit Projektleitung. Jeder Weg rechnet anders ab.
| Weg | Wer baut | Einmalige Kosten | Laufende Kosten | Passt für |
|---|---|---|---|---|
| Baukasten | du selbst | gering, dafür deine Zeit | monatliches Abo beim Anbieter | eine erste Präsenz mit kleinem Budget |
| Freelancer | eine Person von Konzept bis Launch | bei mir ab 2.290 € | Hosting und Wartung nach Wahl | Betriebe, die einen festen Ansprechpartner wollen |
| Agentur | Projektleitung plus Fachleute je Gewerk | je nach Agentur und Umfang | oft ein Wartungsvertrag | Projekte, bei denen mehrere Gewerke parallel laufen |
Ein Baukasten wirkt am günstigsten, kostet aber deine Zeit und bindet dich an den Anbieter. Bei einer Agentur bezahlst du Projektleitung und interne Abstimmung mit, bekommst dafür aber Vertretung im Team. Wann welcher Weg passt, habe ich im Vergleich Freelancer statt Agentur aufgeschrieben.

Website erstellen lassen: Kosten nach Umfang
Der größte Hebel beim Preis ist die Zahl der Seiten, die einzeln gestaltet werden. Meine Webdesign-Pakete sind deshalb nach Seitenzahl gestaffelt, jeweils mit eigenem Design statt gekaufter Vorlage.
Kleine Unternehmenswebsite mit ein bis drei Seiten
Das Starter-Paket beginnt bei 2.290 € einmalig. Es umfasst ein bis drei individuell gestaltete Seiten auf Basis deines Brandings und eine Seitenstruktur, die später mitwachsen kann. Ein Beispiel ist der Onepager für Fit by Phil. Ein Starter-Projekt dauert bei mir üblicherweise sechs bis sieben Wochen.
Homepage mit Blog, Jobs oder Newsletter
Für drei bis sechs Seiten liegt das Professional-Paket bei 3.090 €. Hier kommen Onpage-SEO und ein Basis-Tracking dazu, außerdem lassen sich Bereiche wie Blog, Stellenanzeigen oder eine Newsletter-Anmeldung einbinden. Die Homepage-Kosten steigen also mit der Seitenzahl und mit allem, was du später selbst pflegen willst.
Größere Webseite mit eigenen Funktionen
Ab sieben Seiten beginnt das Enterprise-Paket bei 4.690 €. Darin stecken individuelle Funktionen mit eigenem Code und eine erweiterte Optimierung für Ladezeit und Core Web Vitals. Bei einer solchen Webseite sind die Kosten für Erweiterungen wie Buchungssysteme oder Mitgliederbereiche nicht im Paket enthalten, ich kalkuliere sie vorab nach Aufwand.
Was den Preis einer Website treibt
Zwei Angebote mit derselben Seitenzahl können weit auseinanderliegen. Meist liegt der Unterschied in diesen fünf Posten.
Seitenzahl und Seitentypen
Jede einzeln gestaltete Seite durchläuft Konzept, Design, Umsetzung und Test. Wiederkehrende Seitentypen wie Blogbeiträge oder Projektseiten werden einmal als Vorlage gebaut und danach nur noch befüllt. Fünf ähnliche Leistungsseiten kosten deshalb weniger als fünf völlig unterschiedliche.
Texte und Bilder
Texterstellung und Fotografie sind in meinen Paketen nicht enthalten. Lieferst du beides selbst, sinkt der Preis, doch der Zeitplan hängt dann an dir. Fehlende Inhalte sind der häufigste Grund, warum sich ein Projekt verzögert, nicht die Technik.
Funktionen und Schnittstellen
Ein Kontaktformular gehört zur Grundausstattung. Terminbuchung, ein Shop oder eine Anbindung an andere Software sind eigene kleine Projekte und werden extra berechnet. Für Shops gilt eine eigene Preislogik, mehr dazu bei den Onlineshops.
Barrierefreiheit nach BFSG
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt seit dem 28. Juni 2025. Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens zwei Millionen Euro Jahresumsatz sind bei Dienstleistungen ausgenommen, bei Produkten nicht. Eine Website von Anfang an barrierearm zu bauen ist günstiger als nachzurüsten, Details stehen im Ratgeber Barrierefreies Webdesign.
Rechtstexte und Datenschutz
Datenschutzerklärung, Cookie-Consent und die Einbindung externer Dienste brauchen Sorgfalt. Die technische Integration übernehme ich, für die rechtliche Beratung vermittle ich an meinen Partner AdviZZr, dafür können zusätzliche Kosten anfallen. Was eine Website rechtlich braucht, fasst die Checkliste zur DSGVO-konformen Website zusammen.
Laufende Kosten einer Website
Mit dem Launch ist die Rechnung nicht vorbei. Damit die Seite erreichbar, schnell und sicher bleibt, fallen jedes Jahr Kosten an.
| Posten | Wofür | Bei mir |
|---|---|---|
| Hosting | Server in Deutschland, tägliche Backups, Server-Cache | Start 14,95 € und Business 24,95 € netto pro Monat |
| Wartung | Updates mit Backup vorher und Bericht danach | 59 € pro Quartal, 39 € oder 119 € pro Monat, netto |
| Domain | deine Adresse im Netz | im Business-Hosting eine .de-Domain inklusive |
| SSL-Zertifikat | verschlüsselte Verbindung | im Hosting enthalten |
| Umzug | Wechsel von deinem bisherigen Hoster | einmalig 99 € |
Ein Rechenbeispiel mit den kleinsten Paketen. Das Start-Hosting kostet im Jahr 179,40 €, die Wartung im Quartal 236 €, zusammen also 415,40 € netto. Mit monatlicher Wartung sind es 647,40 €, dafür werden kritische Sicherheitslücken sofort geschlossen und nicht erst beim nächsten Termin. Details stehen beim WordPress-Hosting und bei der WordPress-Wartung.

Was kostet ein Webdesigner pro Stunde?
Laut dem Freelancer-Kompass 2026 von freelancermap lag der durchschnittliche Stundensatz bei 103 €, befragt wurden rund 5.400 Selbstständige. Ein großer Teil davon arbeitet in Softwareentwicklung und Beratung, für Webdesign ist der Wert also ein grober Anhaltspunkt.
Ich rechne Webdesign über Festpreise ab. Umgerechnet entsprechen die 2.290 € des Starter-Pakets bei 103 € pro Stunde gut 22 Arbeitsstunden für Konzept, Design, Umsetzung und Test. Der Festpreis schützt dich vor einer Rechnung, die mit jeder Abstimmung wächst, solange der Umfang vorher schriftlich feststeht.
Ein Festpreis hilft dir nur, wenn der Umfang vorher schriftlich feststeht.
So vergleichst du zwei Angebote
Ein niedriger Preis sagt wenig, solange nicht feststeht, was er umfasst. Diese sechs Fragen machen zwei Angebote vergleichbar.
- Wie viele Seiten werden einzeln gestaltet und wie viele aus Vorlagen befüllt?
- Was ist nicht im Preis enthalten, etwa Hosting, Domain, Lizenzen, Rechtstexte, Fotos oder Texte?
- Gilt ein Festpreis oder eine Stundenschätzung, und wie werden Änderungen abgerechnet?
- Wem gehören Domain, Zugänge und die fertige Website nach dem Projekt?
- Welche laufenden Kosten kommen in den ersten drei Jahren dazu?
- Gibt es einen schriftlichen Zeitplan bis zum Launch?
Woran du darüber hinaus einen guten Webdesigner erkennst, steht im Vergleich Freelancer oder Agentur.

Wo du sparen kannst und wo nicht
Sparen funktioniert am besten beim Umfang. Starte mit wenigen Seiten, liefere Texte und Bilder selbst und ergänze Funktionen wie Buchung oder Newsletter in einem zweiten Schritt.
Nicht sparen solltest du bei Backups, Updates und Ladezeit. Eine Seite, die nach einem Plugin-Update nicht mehr lädt oder auf dem Smartphone mehrere Sekunden braucht, kostet dich am Ende mehr Anfragen, als du beim Start gespart hast. Wie eine Website bei mir von der ersten Skizze bis zum Launch entsteht, zeigt der Webdesign-Prozess.